3. Warum Overlay-Plugins nicht reichen
Es gibt Werkzeuge, die mit einer Zeile Code Barrierefreiheit versprechen: ein Knopf am Bildschirmrand, dahinter Schriftgröße, Kontrast und Vorlesefunktion. Das klingt nach der günstigen Lösung und ist keine.
Ein Overlay legt sich über die Seite, ohne etwas an ihr zu ändern. Fehlt einem Bild der Alternativtext, bleibt er auch mit Overlay leer. Ist die Navigation für Tastaturnutzer unlogisch, bleibt sie es. Manche Overlays bringen Screenreader zusätzlich durcheinander, weil sie eine zweite Ebene einziehen, mit der die Hilfsprogramme nicht rechnen. Der Vergleich, der hängen bleibt: Eine Rampe vor der Tür hilft niemandem, wenn es drinnen nur Treppen gibt.
Für die gesetzlichen Anforderungen zählt die Grundlage, also Design, Code und Inhalt. Als Komfort auf einer ordentlich gebauten Seite kann so ein Werkzeug trotzdem sinnvoll sein.