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Ratgeber · Entscheidung

Website selbst bauen oder bauen lassen?

Die Frage kommt in fast jedem Erstgespräch: Kann ich meine Website selbst bauen? Die ehrliche Antwort ist ja. Für viele Vorhaben reicht ein Baukasten, und wer Zeit und Lust mitbringt, kommt auch mit WordPress weit. Dieser Ratgeber zeigt, was die drei Wege kosten, wie viel Zeit sie bei Ihnen fressen und woran Sie merken, dass Selbermachen die falsche Sparidee ist.

5,0 von 5aus 53 Google-Bewertungen
seit 2017Agentur in Magdeburg
90+umgesetzte Projekte

1. Die drei Wege im Vergleich

Drei Wege führen zu einer eigenen Website. Sie unterscheiden sich weniger im Ergebnis als in der Frage, wer die Arbeit macht und womit Sie bezahlen: mit Geld oder mit Ihrer Zeit.

WegWas es kostetIhre ZeitPasst, wenn
Baukasten
Wix, Jimdo, IONOS, Squarespace
gut 10 bis rund 40 € im Monat, dauerhaftein bis drei Tage für die erste FassungSie eine Visitenkarte im Netz brauchen und selbst schreiben wollen
WordPress selbst aufsetzenHosting ab ca. 5 € im Monat, Domain ca. 15 € im Jahr, Theme einmalig 50 bis 100 €20 bis 60 Stunden beim ersten MalSie Technik mögen und die Seite langfristig selbst betreuen wollen
Erstellen lassen1.500 bis 6.000 € einmalig, siehe Kostenratgeberdrei bis fünf Stunden für Abstimmung und Materialdie Website Anfragen bringen soll

Die Zeitangaben sind Erfahrungswerte aus Projekten, die wir übernommen haben, nachdem es jemand zuerst selbst versucht hatte. Unterschätzt wird dabei fast immer die Einarbeitung, nicht das Bauen.

2. Was ein Baukasten wirklich kostet

Der Preis eines Baukastens steht nicht auf der Startseite des Anbieters, sondern in der Laufzeit. Je nach Anbieter und Tarif zahlen Sie zwischen gut 10 und rund 40 Euro im Monat, meist im Jahresvoraus und oft mit einem billigen ersten Jahr. Bei 25 Euro im Monat sind das nach fünf Jahren 1.500 Euro, und die Miete hört nie auf.

Dazu kommt ein Punkt, den man erst beim Wechsel merkt: Die Seite gehört technisch dem Anbieter. Texte und Bilder können Sie mitnehmen, die Website selbst nicht. Wer von Wix, Jimdo oder Squarespace zu WordPress wechselt, baut neu.

Wofür ein Baukasten reicht: eine Visitenkarte im Netz mit Kontakt, Anfahrt und ein paar Sätzen zum Angebot. Wenn niemand über Google zu Ihnen finden muss und Sie die Seite selbst pflegen wollen, ist das die richtige Wahl. Wir sagen das im Erstgespräch auch so.

3. Website mit KI erstellen

Inzwischen wirbt jeder Baukasten mit KI. Sie beantworten drei Fragen, und eine Minute später steht eine Seite mit Text und Bildern. Das funktioniert besser, als viele erwarten, und es löst ein echtes Problem: die leere Seite am Anfang.

Was die KI nicht liefert, ist der Inhalt, der Sie vom Wettbewerb zwei Straßen weiter unterscheidet. Die Texte klingen nach allen anderen, weil sie aus allen anderen entstanden sind. Die Struktur folgt einer Vorlage und nicht Ihrer Kundschaft. Impressum, Datenschutzerklärung und Cookie-Einwilligung bleiben ohnehin Ihre Aufgabe.

Für die Sichtbarkeit ist das ein Nachteil. Austauschbarer Text hat es schwer, in den Antworten von Google, ChatGPT oder Perplexity aufzutauchen; zitiert werden Seiten mit eigenen Zahlen, eigenen Beispielen und einer klaren Antwort auf eine konkrete Frage. Mehr dazu steht auf unserer Seite zu KI-SEO und GEO.

4. Wann sich eine Agentur rechnet

Rechnen Sie einmal mit Ihrem eigenen Stundensatz. Vierzig Stunden für Einarbeitung, Aufbau, Texte und Fehlersuche sind für die erste eigene Website realistisch. Wer seine Zeit mit 60 Euro ansetzt, hat 2.400 Euro investiert, bevor die erste Anfrage eingegangen ist, und die Seite sieht danach aus wie eine erste eigene Website.

Der zweite Punkt ist der Ertrag. Eine Website, die zwei zusätzliche Aufträge im Jahr bringt, hat sich in den meisten Branchen bezahlt. Ob sie das tut, entscheidet sich an Dingen, die im Baukasten nicht vorgesehen sind: an der Struktur, an den Texten, an der Ladezeit und daran, ob Google die Seite überhaupt sauber lesen kann.

Umgekehrt gilt: Wenn Ihre Website nur da sein muss, weil Kunden eine Adresse und eine Telefonnummer suchen, ist eine Agentur zu teuer. Dann bauen Sie besser selbst und stecken das Geld in etwas anderes. Was ein Projekt mit uns kostet, steht offen im Ratgeber Was kostet eine Website?

5. Website selbst bauen: mit welchem Programm?

Wer selbst baut, muss sich zuerst für ein System entscheiden. Die Auswahl ist kleiner, als sie wirkt:

SystemWofürDer Haken
Baukasteneinfache Seiten, schneller Start ohne TechnikwissenDie Miete läuft weiter, ein Umzug bedeutet Neubau
WordPressUnternehmensseiten, Blogs, mit WooCommerce auch ShopsUpdates und Sicherheit müssen jemandem gehören
TYPO3, Joomla, Drupalgroße Organisationen mit vielen Redakteuren und RechtenAufwand und Kosten liegen deutlich höher
Shopifyreine Online-ShopsMonatsgebühr, dazu eine Transaktionsgebühr, wenn Sie nicht Shopify Payments nutzen
Selbst programmiertSonderfälle und Anwendungen, die kein CMS abbildetJede Änderung braucht wieder einen Entwickler

Wir arbeiten mit WordPress, weil es über 40 Prozent aller Websites weltweit betreibt, weil Sie es nach einer Einweisung selbst pflegen können und weil Sie damit an keine Agentur gebunden sind: Wenn Sie wechseln, nehmen Sie die Website mit. Für Shops nutzen wir WooCommerce oder Shopify, je nachdem, was besser passt.

6. Häufige Fragen

Kann ich eine Website wirklich selbst bauen?

Ja. Die Baukästen sind seit Jahren so weit, dass eine ordentliche Seite mit vier oder fünf Unterseiten an einem Wochenende steht, wenn Texte und Bilder fertig sind. Die Grenze verläuft nicht bei der Technik, sondern beim Ziel: Sobald Sie über Google gefunden werden wollen oder die Seite mehr können muss als informieren, wird es aufwendig.

Was kostet es, eine Website selbst zu bauen?

Ein Baukasten kostet je nach Anbieter und Tarif zwischen gut 10 und rund 40 Euro im Monat, oft mit einem günstigeren ersten Jahr. WordPress in Eigenregie kostet Hosting ab etwa 5 Euro im Monat, eine Domain rund 15 Euro im Jahr und einmalig 50 bis 100 Euro für ein Theme. Der größere Posten ist in beiden Fällen Ihre Zeit.

Wie lange dauert es, eine Website selbst zu bauen?

Mit einem Baukasten ein Wochenende für vier Seiten, vorausgesetzt Texte und Bilder liegen bereit. Mit WordPress sind es beim ersten Mal eher 20 bis 60 Stunden, weil Hosting, Theme, Plugins und Rechtstexte dazukommen. Fast immer dauern die Texte länger als die Technik.

Kann ich meine Baukasten-Website später zu WordPress umziehen?

Die Inhalte ja, die Seite nicht. Texte und Bilder nehmen Sie mit, das Layout und die Technik bleiben beim Anbieter. Planen Sie einen Umzug also als Neubau ein, und denken Sie an Weiterleitungen: Die Adressen der Unterseiten ändern sich dabei fast immer.

Ist eine selbst gebaute Website schlechter bei Google?

Nicht automatisch. Google bewertet Inhalt, Ladezeit und saubere Technik, und die Baukästen sind technisch inzwischen ordentlich. Der Unterschied entsteht an anderer Stelle: bei der Struktur der Seite, bei den Texten und bei der Frage, ob jemand den Inhalt auf die Suchanfragen der Kundschaft ausgerichtet hat.

Muss meine Website barrierefrei sein?

Seit Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Ob es Ihre Website betrifft, hängt davon ab, ob Sie Verbrauchern bestimmte Dienstleistungen digital anbieten und wie groß Ihr Unternehmen ist; Kleinstunternehmen sind bei Dienstleistungen ausgenommen. Den Gesetzestext finden Sie beim Bundesjustizministerium. Klären Sie das vor dem Bau, nachrüsten kostet mehr, als es gleich richtig zu machen.

Unsicher, welcher Weg zu Ihnen passt?

Sagen Sie uns in zwei Sätzen, was Ihre Website leisten soll. Wenn ein Baukasten reicht, sagen wir Ihnen das. Wie ein Projekt bei uns abläuft, steht auf Website erstellen lassen.

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